Sie sind hier: Unsere Erde » Gesunde Kleidung

Gesunde Kleidung heißt: biologische und faire Kleidung!


Die Verwendung von Chemikalien in der Textilindustrie wird auf zirka ein Drittel geschätzt. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich, z.B. dass die Wäsche in Form bleibt oder auch die Farbe besser strahlt. Über die Kleidung gelangen die Gifte durch die Reibung auf unsere Haut und dann auch schließlich in den Organismus. Es kann zu Reizungen bis hin zu Allergien kommen. Durch das Waschen gelangen die Giftstoffe in den Wasserkreislauf, so wird die Umwelt verschmutzt und werden dann über die Nahrung wieder von uns aufgenommen.


Ein ausgeprägtes Bewusstsein für ökologische Produkte wird schon seit geraumer Zeit entwickelt. Durch Medienskandale, wie z.B. durch umweltschädliche Produktionsprozesse und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen achten immer mehr Menschen auch beim Kauf von Kleidung auf ökologisch und fair hergestellte Produkte.


Woran erkenne ich ökologische Kleidung?

Naturtextil best: Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) setzt die höchsten Maßstäbe an ökologische Kleidung. Es gelten höchste Umwelt- und Sozialstandards.

GOTS (Global Organic Textile Standard): GOTS- Richtlinien umfassen ökologische und soziale Standards, die vom Anbau über die Weiterverarbeitung bis zur Verpackung gelten.

GOTS grade 1: muss mindestens 95 Prozent aus Bio- Baumwolle bestehen.

GOTS grade 2: muss mindestens 70 Prozent Bio- Baumwolle enthalten.

Fairtrade: für Baumwolle mit ergänzendem Schriftzug (Certified Cotton), gibt Ihnen Auskunft über die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen beim Baumwoll- Anbau.

KbA (kontrolliert biologischer Anbau): Steht für Naturfasern aus ökologischer Erzeugung, sagt aber nichts über die Weiterverarbeitung der Baumwolle aus.

 


Warum verschiedene Gütesiegel für ökologische Kleidung?

Für den Bereich der Bio- Kleidung gibt es noch kein einheitliches und unabhängiges Gütezeichen.

Mehr Informationen dieser und anderer Gütezeichen finden Sie auf der Seite
www.label-online.de.



 

Es gibt Bio- Baumwolle und konventionelle Baumwolle. Doch wodurch unterscheiden sie sich voneinander?





Bio- Baumwolle

Konventionelle Baumwolle

Düngemitteleinsatz

Chemische Düngemittel und Pestizide sind verboten.

Biologische Mittel (Kompost, Mist) werden eingesetzt.

Keine Einschränkungen.

Insektizide, Herbizide und Fungizide werden eingesetzt.

Bodenwechsel gegen Auslaugung

Regelmäßiges wechseln der Böden ist vorgeschrieben, der sogenannte Fruchtwechsel.

Durch den Einsatz von Pestiziden ist die Auslaugung des Bodens vorprogrammiert.

Angewandte Gentechnik

Die Bio- Baumwoll-Saat darf nicht im Ursprung verändert sein. Nur Baumwolle aus dem ökologischen Anbau ist verlässlich frei von Gentechnik.

Durch die Schädlingsbekämpfung meist gentechnisch verändert.

Für gentechnisch veränderte Baumwolle besteht noch keine Kennzeichnungspflicht.

Ernte der Baumwolle

Ernte per Hand.

Damit die Baumwolle maschinell und somit schneller geerntet werden kann, wird ein Mittel zur Entlaubung eingesetzt.



Fazit

Umweltschonender ist die Kleidung, die mit Baumwolle aus einem ökologischen Anbau stammt. Und auch erheblich weniger mit Chemikalien belastet ist, als die Kleidung mit konventioneller Baumwolle.